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Datenschutz im InternetEin funktionierender Internetauftritt ist im Zeitalter der Digitalisierung unentbehrlich: Er hilft nicht nur dabei, bereits vorhandene Kunden über Entwicklungen im Unternehmen zu informieren – gleichzeitig ist die eigene Homepage eine gute Grundlage für die Akquisearbeit von potenziellen Kunden und Auftraggebern. Hierzu ist guter Content notwendig – aber auch ein gutes Ranking bei den bekannten Suchmaschinen wie Google & Co.

Als Webseitenbetreiber mit gewerblichem Hintergrund müssen Sie zudem zahlreiche rechtliche Bedingungen erfüllen, um erfolgreich Ihre Webseite im Internet zu führen. Ein wichtiger Parameter dabei ist der Datenschutz. Er hat durch die europäische Regelung zum Datenschutz in Form der Datenschutzgrundverordnung (oder kurz: DSGVO) eine einheitliche Ausrichtung bekommen und findet somit in allen Mitgliedsländern der EU unmittelbare Anwendung.

Welche Grundlagen für Sie als Webseitenbetreiber durch die DSGVO wichtig sind, möchte ich Ihnen gerne an dieser Stelle zeigen.

Die Datenschutzgrundverordnung ist Pflicht, keine Kür!

Das bedeutet: Jeder, der eine gewerbliche Webseite innerhalb der EU betreibt, ist an die datenschutzrechtlichen Regelungen der DSGVO gebunden. Unabhängig von der Größe des Unternehmens und losgelöst vom tatsächlich erzielten Absatz über die Webseite ist die DSGVO immer dann einschlägig, wenn eine Webseite mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben wird. Im Vordergrund steht dabei der Verbraucherschutz – er soll durch die Verordnung stärker berücksichtigt werden.

Wichtig zu wissen: In Unkenntnis der genauen Gesetzeslage gehen viele Selbstständige davon aus, dass die Datenschutzgrundverordnung nur für große Unternehmen gilt. Hierdurch geraten Freiberufler oder Einzelunternehmen schnell in eine rechtliche Schieflage: Auch für diese gilt die DSGVO nämlich uneingeschränkt. Machen Sie sich daher auch als kleiner Betrieb mit den Grundlagen des gesetzlichen Datenschutzes vertraut, um Sanktionen und Bußgelder zu vermeiden.

Die Datenschutzgrundverordnung verlangt eine aktuelle Datenschutzerklärung!

Nicht erst seit dem Inkrafttreten der DSGVO sind Sie als Webseitenbetreiber dazu verpflichtet, Usern auf Ihrer Internetseite eine Datenschutzerklärung vorzulegen. Die Datenschutzgrundverordnung verlangt aber, dass Sie diese der aktuellen Gesetzeslage anpassen: Damit sind Sie als Webseitenbetreiber verpflichtet, alle erhobenen personenspezifischen Daten zu benennen und den User über die Vorgänge aufzuklären, durch die es zur Datenverarbeitung kommt.

Wichtig zu wissen: Dazu gehört auch die Information über spezielle Tools, die Sie auf Ihrer Webseite einsetzen. Hier steht Webseitenbetreibern in Abhängigkeit vom gewählten CMS eine Vielzahl an Plugins bzw. Anwendungen zur Verfügung: Prüfen und benennen Sie diese, damit Ihre Datenschutzerklärung den gesetzlichen Vorgaben genügt!

Welche Informationen in die Datenschutzerklärung auf Ihrer Webseite gehören, zeigt Art. 13 DSGVO[1]. Bei Unklarheiten helfen die Erwägungsgründe der Datenschutzgrundverordnung: Sie enthalten Anmerkungen und Hinweise, die bei der Umsetzung der gesetzlichen Vorschriften nützlich sind.

Ihre Webseite benötigt eine Verschlüsselung!

Und zwar immer dann, wenn Sie über Ihre Webseite Daten erheben: Das kann die Anmeldung für einen Newsletter sein, aber auch die Erstellung einer Wegbeschreibung. Ohne Verschlüsselung keine Datenabfrage: Bei Schwierigkeiten sollten Sie technischen Support in Betracht ziehen – sonst kann der Verstoß gegen die DSGVO schnell teuer werden.

Sie dürfen nur noch die Daten abfragen, die Sie tatsächlich benötigen!

Als Webseitenbetreiber verlangt die DSGVO von Ihnen einen Schritt hin zur Datensparsamkeit. Das Prinzip der Datenminimierung ist in Art. 5 DSGVO[2] gesetzlich normiert – es bedeutet, dass Sie über Ihre Webseite nur noch die Daten abfragen dürfen, die Sie tatsächlich auch benötigen. Eine Anmeldung für Ihren Newsletter benötigt neben der E-Mail-Adresse nicht auch noch die Postanschrift und Telefonnummer: Verzichten Sie daher darauf, unnötige Datenmengen anzuhäufen.

Meine Empfehlung

Auch die DSGVO stellt für die datenschutzrechtliche Compliance Ihres Unternehmens keine unüberwindbare Hürde dar. Wenn Sie Schwierigkeiten mit der Umsetzung der einzelnen Vorschriften haben, sollten Sie nicht zögern, einen Experten für Datenschutz hinzuziehen. Als externer Datenschutzbeauftragter kann ich Ihnen bei umfangreichen Aufgabestellungen beim Betrieb einer Webseite zur Hand gehen und mit der notwendigen Expertise dafür sorgen, dass Ihr Internetauftritt DSGVO-konform über Produkte und Dienstleistungen informiert. Siehe auch https://www.sv-datenschutz.de/.

 

[1] https://dsgvo-gesetz.de/art-13-dsgvo/

[2] https://dsgvo-gesetz.de/art-5-dsgvo/

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